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Projekt Wildbienenhotel: Von der Idee bis zur Umsetzung

Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum… Ein Lied, dass jeder kennt und mitsingen kann. 1835 verfasste Hoffmann von Fallersleben diesen Text der es mit der einprägsamen Melodie sehr schnell zu einem echten Volkslied gebracht hat. Unzählige Schülerinnen und Schüler haben es im Schulunterricht und in der Freizeit gesungen. Die Bedeutung der ersten Strophe mit „Ei wir tun dir nichts zuleide“ wurde dabei meist belanglos dahin gesungen. Dem ist leider nicht mehr so. Es geht unseren Freunden an den Kragen.

Erst in den letzten Jahren wurde den Honigbienen, Wildbienen und Insekten mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die Aufmerksamkeit, die sie sich auch verdienen als nützlicher Teil des komplexen Ökosystems. Mit „Flieg nur aus in Wald und Heide“ setzt sich das Lied fort. Ausfliegen können die Insekten heute noch. Die Frage ist nur: was finden sie und wo können sie wohnen? Und Hoffmann von Fallersleben hat es womöglich damals schon gewusst was auf die Bienen zukommt: „Such in Blumen, such in Blümchen“. Richtig auf die Suche müssen sich die fleißigen Nektarsammlerinnen ja heutzutage machen. Damit sie fündig werden hat der ÖDP-Direktkandidat für ein Bundestagsmandat, Bernhard Suttner, bereits vor Jahren eine Blühflächenpatenschaft abgeschlossen. Damit die Suche für die kleinen Insekten auch erfolgreich ist. Und wohnen dürfen sie bei ihm zu Hause mehreren kleinen Wildbienenhotels. Da diese aber schnell zu klein wurden, war der Gedanke ein größeres zu bauen, recht nah. Dafür hat er sich Mitstreiter gesucht und in Person von Lydia und Alois Friedlhuber, Matthias Reißaus und Georg Schmid auch gefunden.

Schnell war man sich einig, ein richtig großes Hotel mit einer Schautafel anzufertigen. Alois und Lydia bauten einen wunderschönen Korpus mit Dach. Unterteilten ihn in verschiedene Fächer um darin für unterschiedlichste Arten die richtige Behausung zur Verfügung zu stellen. Matthias baute links und rechts am Korpus je einen Holzstamm aus Robinienholz an. Jetzt fehlte nur noch ein schöner sonniger Standort für den Bau. Um möglichst viele Menschen auf die Situation der Wildbienen aufmerksam zu machen fragte Bernhard Suttner beim Wildpark Oberreith nach. Schnell war man sich einig: auf der Wiese neben dem kleinen Tümpel wäre ein geeigneter Platz für das Hotel.

Gesagt getan und das Wildbienenhotel wurde mit allen Beteiligten im Wildpark aufgestellt. Nach der Aufstellung wurde es vor Ort bestückt: Hartholzblöcke und Laubholzrundlinge, Lehmziegel, Schilf- und Bambusstängel. Hartholzblöcke, Laubholzrundlinge und Lehmziegel wurden mit Bohrungen von Ø2 bis 8mm versehen. Dadurch sind sie für die verschiedenen Wildbienenarten von klein bis groß nutzbar. Die Schilf- u. Bambusstängel wurden sauber auf Länge geschnitten und darauf geachtet, dass sie nicht splittern. Die Insekten bevorzugen schöne glatte Bohrungen. Denn scharfkantige Ränder und dergleichen zerkratzen ihre filigranen Flügel. Wo doch die Hummel aus wissenschaftlich-aerodynamischer Sichtweise eh nicht fliegen kann…..

Unsere kleinen Freunde können die neue Behausung bereits beziehen. Auch wenn es (noch) keine Einweihungsparty gab. Denn Corona bedingt war dies im Herbst 2020 nicht möglich. Bernhard Suttner ist sich aber sicher: die Einweihung dieses gelungen Werkes muss nachgeholt werden. Umso mehr freuen sich er und die Erbauer auf das Frühjahr und hoffen, dass eine große Einweihungsparty mit vielen Besuchern möglich ist.

Der Bau des Wildbienenhotels

Das Füllmaterial für unser Wildbienenhotel

Bei der Auswahl der Füllung entschieden wir uns für verschiedene Materialien, die besonders gut für die Wildbienen geeignet sind. Hartholzblöcke und Laubholzrundlinge, Lehmziegel, Schilf- und Bambusstängel. Die Hartholzblöcke, Laubholzrundlinge und Lehmziegel wurden vorab mit Bohrungen versehen. Mit verschieden großen Löchern von Ø2 bis 8mm geht man gut auf die Anforderungen der Wildbienen ein. Je nach Größe der Art werden die Brutstätten für den Nachwuchs ausgesucht. Die Schilf- u. Bambusstängel wurden passend auf Länge geschnitten ohne auszureißen. Allgemein ist darauf zu achten, dass die Bohrungen gratfrei und nicht ausgefranst sind. Ansonsten droht den kleinen Wildbienen ein frühes Ende, da ihre kleinen Flügel beim Ausfliegen beschädigt werden könnten. Wichtig: die Löcher in das Hartholz, wie Buche, Eiche, Esche werden in das Längsholz gebohrt, nicht in die Baumringe. Die Löcher dürfen auch nicht durch das Holz gehen sondern es muss hinten verschlossen sein - genauso wie bei den Schilf-, Bambus-, Holunder-, Brombeerstängel.

Zum Schutz der Nistplätze vor Fressfeinden wie Vögel, muss vor den Behausungen ein Gitter angebracht werden. Ein Volierengitter / Hasenzaun mit genügend Abstand vor dem Füllmaterial angebraucht, erfüllt seinen Zweck. 

Der Standort des Wildbienenhotels

Bereits in der Planungsphase machte sich Bernhard Suttner auf die Suche nach einem geeigneten Standort. Es war die Überlegung einen Platz zu finden, der von möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgesucht wird. Ideale Voraussetzungen dafür bietet der Wildpark Oberreith. Schnell war man sich mit dem Besitzer einig, dass man auf dem großen Parkgelände einen geeigneten Ort findet. Und schon konnte der Umzug vom Bauplatz in Taufkirchen nach Oberreith stattfinden. 

Das Hotel ist auf den großen Hänger verladen. Die Freude über das gelungene Werk ist den Herren anzusehen.

Bereits in der Planungsphase machte sich Bernhard Suttner auf die Suche nach einem geeigneten Standort. Es war die Überlegung einen Platz zu finden, der von möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgesucht wird. Ideale Voraussetzungen dafür bietet der Wildpark Oberreith. Schnell war man sich mit dem Besitzer einig, dass man auf dem großen Parkgelände einen geeigneten Ort findet. Und schon konnte der Umzug vom Bauplatz in Taufkirchen nach Oberreith stattfinden.

Das Hotel ist auf den großen Hänger verladen. Die Freude über das gelungene Werk ist den Herren anzusehen.

Die Schautafel des Wildbienenhotels

Dank

Wir bedanken uns bei allen, die bei der Planung und beim Bau des Wildbienenhotels mit Rat und Tat mitgeholfen haben. Ein ganz besonderer Dank geht an den Wildpark Oberreith für den tollen Standort des Wildbienenhotels. Wir freuen uns, dass viele Besucherinnen und Besucher das Hotel, ihre Wildbienenbewohner und die Infotafel bewundern können. 

Desweiteren möchten wir uns bei Lara Wertenbruch /  Wuselarts bedanken. Die Schautafel, mit den vielen kleinen Bienchen und den interessanten Texten ist das i-Tüpfelchen des Wildbienenhotels. 

Es bleibt die Devise - nicht nur reden, machen!

Sum, Sum, Sum...

Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum.
Ei wir tun dir nichts zuleide,
flieg' nur aus in Wald und Heide.
Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum.

Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum.
Such in Blumen, such in Blümchen
dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum.

Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum.
Kehre heim mit reicher Habe,
bau uns manche volle Wabe.
Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum.

Liedtext und Melodie