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ÖDP-Stimmkreisversammlung hat gewählt

Direktkandidaten für den Landtag und Bezirkstag stehen fest

Foto der beiden Direktkandidaten zur Landtags- und Bezirkstagswahl, rechts der Kreisverbandsvorsitzende der ödp Georg Schmid.

Die Stimmkreisversammlung des ödp - Kreisverbandes Mühldorf am Inn hat ihre Direktkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl im September kommenden Jahres gewählt.
Im Gasthaus Eder in Habersam entschieden sich die anwesenden stimmberechtigten Mitglieder in geheimer Wahl jeweils einstimmig für Reinhard Retzer aus Lohkirchen als Landtagskandidaten und Elisabeth Sieber aus Aschau am Inn als Bezirkstagskandidatin.

Der Kreisvorsitzende Georg Schmid freute sich über das Ergebnis und gratulierte den Kandidaten zur Wahl. Mit Sieber schicke man eine „Frau vom Fach“ ins Rennen, so Schmid. Die 45-jährige Bezirkstagskandidatin arbeitet seit 25 Jahren als Altenpflegerin bei der Caritas-Sozialstation und hat eine Zusatzausbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft absolviert.
Seit 2004 gehört sie der ödp an und hat einen Sohn.

„Der Bezirkstag ist ein Gremium mit sozialen Faktoren, vielen sozialen Einrichtungen, wo ich mich einbringen will“, so Sieber. Ein besonderes Anliegen sei ihr der Wert der Familie und die finanzielle Anerkennung der Erziehungsarbeit von den Müttern, die oft gleichzeitig die Betreuung von älteren oder behinderten Familienmitglieder mit übernehmen würden.
Auch komme das soziale Lernen zu kurz in einer Fremdbetreuung. Damit forderte sie einen gesetzlichen Mindestlohn und vertrat die Auffassung, dass ein Einkommen für den Unterhalt einer Familie reichen solle. „Dann hat man auch Luft für Gemeinschaft in der Familie.“

Der 44-jährige Reinhard Retzer unterrichtet als Hauptschullehrer an der Mittelschule Gars, ist verheiratet und hat drei Kinder. Während seiner Studienzeit in Eichstätt gründete er den dortigen Kreisverband. Seit 1996 lebt er im Landreis Mühldorf und arbeitete auch hier aktiv an der Gründung des Kreisverbandes der ödp.
Seit 2008 gehört er dem Kreistag und dem Lohkirchener Gemeinderat an.
Über sein politisches Engagement stellt er nach eigenen Worten den Herrgott und bringt seine Kräfte auch im Pfarrgemeinderat ein.
 
Im Landtag wolle er „die Grundsätze der ödp in die Entscheidungsprozesse einbringen“.
Nach eigenen Worten gäbe es kein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten.
Er kritisierte, dass z.B. die Bayerische Regierung bisher den Windkrafteinsatz verhindert hätte.
Enttäuscht äußerte er sich auch über den Umweltminister Marcel Huber, der im 21. Jahrhundert den Spatenstich für eine Autobahn gemacht hätte „mit der umweltschädlichsten und teuersten Variante durch das Isental“.
Die Familienförderung mit einem Erziehungsgehalt nannte er eine mögliche Prävention, um eine gestörte Bindung von Kleinkindern zu verhindern. „Je stabiler die Familie, desto stabiler die Gesellschaft“, so Retzer.
Die Politik der ödp beinhalte ein organisiertes gutes Miteinander von Mensch und Natur, für das es sich einzusetzen lohne.

Als Listenkandidaten zur Landtagswahl wurden Sebastian Sonner, Reichertsheim, Georg Schmid, Niedertaufkirchen und Stephan Gampe, Gars, gewählt.
Die Listenkandidaten für den Bezirkstag sind Walburga Retzer, Lohkirchen, Marlene Schmid, Niedertaufkirchen und Alfons Werner, Gars.

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