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ÖDP Oberbayern fordert Beschränkung des A8-Ausbaus in Süd-Ost-Bayern auf 4+2 Spuren

Rückenwind für die Bürgerinitiative „A8 - Bürger setzen Grenzen“

Der Bezirksvorstand auf der Führmannalm

Auf Initiative des ÖDP-Bezirksvorstandsmitgliedes Andreas Huber aus Waging trafen sich am Samstag der ÖDP-Bezirksvorstand Oberbayern und weitere ÖDP-Vertreter aus den betroffenen Landkreisen mit der Bürgerinitiative „A8 – Bürger setzen Grenzen“. Auf der Fürmannalm in Anger stellte die BI-Vorsitzende Marlis Neuhierl-Huber ausführlich Projekt und bisherigen Projektverlauf vor. Vertreter aller betroffenen Planungsabschnitte der A8 zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall berichteten über den bisherigen Verlauf und den aktuellen Stand der Entwicklungen. Besonders deutlich wurde die Problematik des Lärmschutzes in den engen Tälern entlang der Autobahn und der gewaltige Flächenverbrauch, wenn es zu dem geplanten 6+2 Ausbau und der  Neutrassierung der A8 im Bereich Piding kommt.

Nach ausführlichen Diskussionen stellte Agnes Thanbichler, die ÖDP-Kreisvorsitzende Berchtesgadener Land, fest, dass nicht nur beim A8-Ausbau, sondern ganz allgemein der Themenbereich Verkehr viel mehr aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit betrachtet werden müsse. Die ÖDP-Vertreter unterstützen daher die Forderung der Bürgerinitiative, den Ausbau der A8 als 4+2 Variante auf der existierenden Trasse durchzuführen. „Vier Fahrspuren mit 2 Standstreifen auf 28 Metern Breite genügen, um das prognostizierte Verkehrsaufkommen zu bewältigen, insbesondere in Kombination mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung, die aufgrund des Lärmschutzes der Bevölkerung dringend geboten ist“, stellte der ÖDP Bezirksvorsitzende Franz Hofmaier als Fazit des Ortstermins fest.

Zum Abschluss des Treffens referierte Hofmaier Ergebnisse von aktuellen Mobilitätsstudien. Sowohl die ifmo-Studie „Zukunft Mobilität 2030“, als auch eine Studie des Fraunhofer-Instituts kommen zu dem Schluss, dass die weitere Verkehrsentwicklung wohl nicht mehr von so dynamischen Zuwächsen geprägt sein wird wie bisher angenommen. Die Fraunhofer-Studie geht z.B. davon aus, dass sich beim Personenverkehr nach und nach eine deutliche Reduzierung ergeben und beim Güterverkehr zunächst eine Stabilisierung auf dem Niveau des Jahres 2020 erfolgen wird. Auch beim Güterverkehr sei dann aufgrund zunehmender Bedeutung regionaler   Wirtschaftskreisläufe und lokaler Dienstleistungen ein Rückgang zu erwarten. Just zu dem Zeitpunkt also, zu dem ein A8-Ausbau fertiggestellt sein könnte.

Der Höhepunkt der Erdölförderung („Peak Oil“) ist erreicht oder vermutlich bereits überschritten. Die Mobilität muss und wird sich daher in naher Zukunft dramatisch ändern müssen. Jetzt noch Autobahnen nach den Konzepten des letzten Jahrhunderts zu planen, entspricht nicht den Vorstellungen der Ökologisch-Demokratischen Partei von nachhaltiger Politik - zumal die knappen finanziellen Mittel dringend für die Bewältigung der Themen benötigt werden, die die Zukunft unserer Gesellschaft sichern, z.B. Bildung und der Umstieg auf eine zukunftsfähige Energieversorgung auf Basis von regenerativen Energiequellen.

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