ÖDP: Klimapaket – für nur 5,65€

5,65 € - auf diese Zahl reduzierte ÖDP-Bezirksrat Markus Raschke aus München das Klimapaket der Bunderegierung. Genau 5,65 € beträgt nämlich der Klima-Zuschlag für Flüge bis 2500 km. „Dafür kriege ich hier im Gasthaus Roßkothen etwa zwei Spezi“, meinte der Projektleiter des erfolgreichen Münchner Bürgerentscheides „Raus aus der Steinkohle“.

Er stelle ein völliges Politikversagen bezüglich des Kampfes gegen die Klimaerwärmung fest: „Die Politiker an den Schalthebeln der Macht haben „keinen Bock“, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Klimakonferenzen wie die in Kattowitz bezeichnete er als Feigenblatt der Politik, um vorgeben zu können, etwas zu tun. Das Ziel der EU-Kommission Europa bis 2050 klimaneutral zu machen enthalte nur eine Botschaft: „Wir machen so weiter wie bisher, sollen sich die Politiker in 50 Jahren darum kümmern!“


Greta Thunberg erinnere ihn an das Kind im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Alle sehen, dass der Kaiser nackt ist, nur das Kind traut es sich zu sagen. „Die Regierungen der Welt sind klimapolitisch nackt“, brachte Raschke es auf den Punkt, „ und Greta Thunberg spricht es aus.“


Raschke ist Mitarbeiter einer freien NGO (Nichtregierungsorganisation) und vertritt Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof von betroffenen Menschen aus mehreren Regionen der Welt, die durch den Klimawandel in ihrer Existenz bedroht sind. Mit eindrücklichen Bildern untermalte er seine Berichte über einen Lawendel-Bauern in Frankreich, dessen Felder Jahr für Jahr in der zunehmenden Sommerhitze verdorren. Er beschrieb die Lebenssituation einer kenianischen Familie, deren Kinder immer weitere Wege für Wasser zurücklegen müssen. Auch eine Jugendgruppe der Samen aus Schweden reichte Klage vor dem Europäischen Gerichtshof ein, weil die Rentiere durch die milderen Winter in ihrem Bestand gefährdet sind. „Dabei reicht nicht nur das Gefühl, vom Klimawandel betroffen zu sein. Wir müssen und können wissenschaftliche Fakten ins Feld führen, um die Klage zu unterfüttern“, erklärte Raschke.


Er hegt die stille Hoffnung, dass Gerichtsentscheidungen die Politik in Bewegung bringen. Mit ihnen sei es für Politiker leichter, unbequeme aber „Not-wendige“ Entscheidungen zu treffen, wenn Gerichte dazu zwingen.
Reinhard Retzer, ÖDP-Kreisrat und Spitzenkandidat für die kommende Kreistagswahl warb dafür, die ÖDP zu stärken. „Wir machen Politik mit dem Wissen, dass wir Teil der Natur und ihrer ökologisch sensiblen Zusammenhänge sind. Wir können nur mit ihr überleben, nicht gegen sie.“



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