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Mühldorfer ÖDP-Kandidaten beim politischen Aschermittwoch

Mühldorfer ÖDP-Kandidaten beim politischen Aschermittwoch in Passau: „Ohne die Schwarzen geht es viel besser!“

Reinhard Retzer und Elisabeth Sieber mit Klaus Mrasek

Hochmotiviert kehrten ÖDP-Landtagskandidat Reinhard Retzer (Bild links) und ÖDP-Bezirkstagskandidatin Lisa Sieber (rechts im Bild) vom politischen Aschermittwoch der ÖDP zurück. Bei der traditionellen Veranstaltung im Bräukeller der Hacklberg-Brauerei warnte ÖDP-Landesvorsitzender Kraus Mrasek (Mitte) vor einem Tempolimit bei den Erneuerbaren Energien. Passaus 2. Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) stellte in seinem Grußwort fest, dass seit nunmehr 5 Jahren Passau ohne CSU-Beteiligung regiert wird: "Das Signal aus Passau zu Beginn des Super-Wahljahres ist: Ohne die Schwarzen geht es viel besser!"

Scharf kritisierte Landesvorsitzender Klaus Mrasek die Forderung von EU-Energiekommissar Oettinger nach einem "Tempolimit für erneuerbare Energien". "Immerhin hat der Herr EU-Kommissar zwei Begriffe gefunden, die für die Energiedebatte von Bedeutung sind - Tempolimit und Erneuerbare Energien. Allerdings war er bei der sinnvollen Kombination der Begriffe überfordert. Natürlich brauchen wir ein Tempolimit - auf den Autobahnen und natürlich brauchen wir Erneuerbare Energien und zwar 100 % so schnell wie möglich. Was wir allerdings überhaupt nicht brauchen, ist ein Tempolimit für die Energiewende. Mit Herrn Oettinger wurde ein weiterer Bock zum Gärtner gemacht".

Weiter kritisierte der bayerische ÖDP-Chef die von Rot-Grün gestarteten "diskriminierenden Kampagnen gegen Eltern, die ihre Kinder in den ersten drei Jahren zuhause erziehen" und forderte zur Anerkennung dieser gesellschaftlichen Leistung ein Erziehungs- und Familiengehalt. "Das ist kein Plädoyer für ein tradiertes Rollenmodell, sondern ein Gebot der Gerechtigkeit für alle, die diese gesellschaftsstabilisierende Arbeit leisten. Im Übrigen ist es respektlos, mit welchen Ausdrücken über die Eigenbetreuung hergezogen wird (Herdprämie, Schnapsgeld usw.). Darin kommt die ganze Verachtung für Mütter und Väter zum Ausdruck, die ihre Kinder selbst betreuen. Es ist ein Skandal, dass diese familienverachtende Terminologie nicht öffentlich angeprangert wird".

Bernhard Suttner, niederbayerischer Spitzenkandidat zur Landtagswahl und Beauftragter für Grundsatzfragen in der bayerischen ÖDP, blickte in seiner Aschermittwochsrede auf die Geschichte der ökologischen Bewegung zurück und erinnerte an den vor 40 Jahren erschienenen Bericht an den Club of Rome über die "Grenzen des Wachstums". Die seinerzeit Mächtigen von Franz-Josef Strauß bis Helmut Schmidt hätten sich über diesen Alarmruf der Wissenschaft empört oder lustig gemacht. Wachstumskritiker und Ökologen seien sogar als Staats- und Wirtschaftsfeinde verleumdet worden. Gottseidank hätten sich aber dennoch einige Pioniere in Wirtschaft, Forschung, Politik und Gesellschaft daran gemacht, sich von den Dogmen des "immer mehr und nie genug" und von der Fixierung auf Atomkraft und billiges Öl zu lösen. "Wo könnten wir heute stehen, wenn vor 30 und 40 Jahren nicht nur vorausschauende Minderheiten, sondern die Mächtigen aus den großen Parteien die Mahnungen der Wissenschaft ernst genommen hätten? Welche großen Fortschritte hätten wir erzielt, wenn sich Deutschland schon damals von der Atomgefahr und der hemmungslosen Verbrennung von ÖL, Gas und Kohle abgewandt hätte?", fragte Suttner.

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