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Keine Mineralwasser-Abfüllung von Tiefenwasser in Weiding

Nach dem Gespräch der beiden ÖDP-Politiker Reinhard Retzer und Bernhard Suttner bei Innfood am 30. August traf sich der ÖDP-Kreisvorstand, um sich in der Debatte um die Tiefenwassernutzung zu positionieren.

„Wir haben uns über das Vorhaben von Frau Anna Katharina Jostock und Herrn Franz Kost persönlich informieren lassen und nun im Vorstand ausführlich diskutiert. Nach Abwägung der Argumente stehen wir auf der Linie, dass die kommunale Versorgung mit sauberem Wasser vorrangig ist. Diese darf nicht durch Vermarktung von wertvollem Tiefenwasser in Einweg-Plastikflaschen unnötig gefährdet werden. Das Tiefenwasser ist die „eiserne Reserve“, falls die Kommunen Probleme bekommen, die Versorgung mit sauberem Grundwasser zu gewährleisten“, so der Mühldorfer ÖDP-Kreisrat Reinhard Retzer. 


Angesichts der  zunehmenden Klimaerwärmung und den damit verbundenen Dürreperioden sinkt an vielen Entnahmestellen die Neubildungsrate beim Grundwasser. Die Tatsache, dass Töging, Polling und auch andere Kommunen in den Landkreisen Altötting und Mühldorf Probleme haben, sauberes Wasser zu gewinnen, spricht dagegen, einem zusätzlichen Anbieter von Mineralwasser die Möglichkeit zu geben, die „eiserne Reserve“ anzupacken und Tiefenwasser für wirtschaftliche Zwecke freizugeben. 


„Trinkwasser aus der Leitung ist nachhaltig und umweltfreundlich, weil es bestens kontrolliert und ohne LKW-Transporte frei Haus geliefert wird“, ergänzte Bernhard Suttner. „Das muss auch in Zukunft so bleiben! Auch die EU möchte erreichen, dass die Bürger mehr Leitungswasser trinken, weil dann weniger Plastikmüll und Treibhausgase entstehen.“

Die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) setzt sich generell für einen sparsameren Umgang mit Wasser ein. „Trinkwasser ist auf Dauer zu wertvoll für die Toilettenspülung,“ zog Bernhard Suttner das Fazit. „Regenwasser gilt es zukünftig vor Ort versickern zu lassen, oder in Zisternen aufzufangen, um es zum Gießen und für die Toilettenspülung zu verwenden.“

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