Erdölförderung in Ampfing - Trotz Klimakatastrophe

ÖDP Mitglied Bernhard Suttner aus Mühldorf kritisiert Erdölbohrung in Ampfing:

Derzeit laufen die Aufbauarbeiten einer Testanlage zur Erdölförderung auf dem Bohrplatz in Schicking. Ab Mitte Dezember beginnt die RDG mit einer zweimonatigen Testförderung.

Am Donnerstag, den 28 November lud die RDG GmbH & Co. KG zu einer Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand der geplanten Erdölförderung in Ampfing, Landkreis Mühldorf ein. Herr Burgschweiger und sein Team gaben Auskunft über die anstehende Testförderung in dem 1950m tiefen Bohrloch am Bohrplatz Schicking. Die Projektverantwortlichen gingen ruhig und sachlich auf die Fragen der Bürger ein und erläuterten die nächsten Schritte dieses Projekts. Diese Transparenz des Betreibers würde man sich auch von vielen anderen Projekten wünschen

Auch wenn bereits andere Termine dieser Art stattgefunden haben, wundere ich mich über die geringe Teilnahme von Bürgern aus Ampfing und den benachbarten Gemeinden. Auch und gerade wegen der drohenden Klimaerwärmung und der Bewegung Fridays for Future. Jeder Liter verbrannten Öls erhitzt die Atmosphäre!

Vielleicht wäre das Interesse größer, wenn man sich die Auswirkungen auf die Natur und im Speziellen auf unser Wasser nochmal ins Bewusstsein riefe. Der Bohrplatz Schicking ist gerade mal 750m vom Wasserschutzgebiet Ampfing entfernt.

Die RDG versichert zwar, dass die Sicherheit für Mensch und Natur an erster Stelle steht und es natürlich auch unabhängige Kontrollen seitens Bergamt gibt, trotzdem erscheint mir das Projekt als überaus riskant und zweifelhaft. Interessanter erscheint mir eine Möglichkeit, die der Projektleiter Herr Burgschweiger aufzeigte: durch gerade mal 150m tiefere Bohrung ergäbe sich die Möglichkeit der Nutzung von Geothermie - ökologisch, die für mich bessere Lösung.


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